Zum Inhalt springen

2013-08-14 – Experimente und ein Türschild

2013/08/14

In Bezug auf Fusselpixel spiele ich sehr gerne und experimentiere, wie Dinge aussehen, wenn man sich mal nicht an die Regeln hält.

In diesem Falle wollte ich mal ausprobieren, ob man Bilder bauen kann, die um 90 Grad gedreht einen anderen Eindruck erwecken als ungedreht. Zu diesem Zweck habe ich einmal einen Bereich von 3×3 Kreuzungen nicht – wie gewohnt – diagonal überstickt, sondern einmal waagerecht und einmal senkrecht.

Wer so etwas auch probieren will, sollte zunächst einen Fallstrick kennen: Man hat in jeder Orientierung 4×3 Stiche – was im ersten Moment etwas seltsam erscheint. Am besten macht man sich per Kästchenpapier klar, dass man zur Umrandung von drei Kästchen vier Striche braucht – man aber in jeder Orientierung nur eine Dimension umrandet und in der anderen einfach die regulären Zeilen mitnimmt.

20130814_2

Dies soll die erste Orientierung sein. Mitte und rechts sind misslungene Versuche (ich bin zweimal über die 4×4-Geschichte gestolpert). Das linke „Motiv“ ist das echte Experiment. Geplant war, dass in dieser Orientierung der Braunton präsenter aussieht (weil waagerecht gestickt – hat mit der Psychologie im Auge zu tun).

20130814_3

Dies ist die zweite Orientierung. Tatsächlich scheint der Braunton wesentlich weniger präsent zu sein als der Rot-Ton. Ich finde allerdings, dass die unterschiedlichen „Motive“ (jeweils ein Buchstabe) nicht wirklich hervorstechen.

Weiterhin durfte ich bei diesem Experiment feststellen, dass ich statt zwei Fäden auf einmal bis zu vier Fäden durch die Löcher frimeln muss (zwei waagerecht, zwei senkrecht). Im Beispiel hatte ich noch nicht einmal die Hintergrundpixel gestickt und dennoch wirkten die Löcher etwas arg voll. Eventuell sollte man ein solches Drehprojekt besser auf groben Stramin durchführen.

Auf der anderen Seite fürchte ich, dass auf groben Stramin der Hintergrund (nicht gestickte Pixel, sondern Stramin-Grundfarbe) stärker durchscheint. Schon in diesem Experiment ist zu erkennen, dass Hellbraun immer noch durchguckt. Bei dieser Experimentform werden die Kreuzungen freigelassen – exakt die Punkte, die normalerweise gut verdeckt sind.

Möglcherweise müsste man da noch einmal mit einem größeren (Doppel-)Motiv experimentieren. Bis dahin würde ich aber sagen, dass das nicht so gut funktioniert.

Das heißt allerdings nicht, dass ich die Grundidee eines Doppelmotives aufgeben möchte.

20130814_1

Im ersten Moment sieht dieses Magnetschild etwas langweilig aus: Das ist doch nur Blau auf Blau. Auf der anderen Seite ist doch irgendetwas daran komisch.

Hier habe ich den gleichen Trick angewendet wie schon im Rahmen von Projekt 10. Leider musste ich feststellen, dass der nicht ganz so deutlich wirkt wie erhofft. Dann habe ich das Bild bewegt:

Link zum Video

Durch diesen Trick fängt sich das Licht in den beiden Pixelsorten unterschiedlich und je nach Blickwinkel ist das erheblich deutlicher.

Leider kann ich das in diesem Video nicht so gut demonstrieren, aber das erzeugt in der Bewegung noch einen interessanten Stereo-Effekt: Man hat das Gefühl, da wäre irgendetwas dreidimensional und scheint zu fließen.

Somit ist dieses Experiment weitaus eher ein Erfolg. Inzwischen dient es als Türschild bei einem Kollegen.

Werbeanzeigen
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: