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20130618, grau, grau-raus, and a little blue

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Wieder wird mit Mittelgrau (sieht auf dem Foto nach einem leichten Hellgrau aus) auf der rechten Seite konturiert.

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Mit Dunkelgrau wird dann auch eine der letzten Farben erstmalig auf das Motiv geworfen. Dieses Mal ist das kein Rest, sondern ein komplettes Knäuel. Kann man nicht wunderbar den Unterschied zu Schwarz erkennen?

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Nein. Deswegen ist das jetzt auch wieder raus. Die Suche nach einem schönen Dunkelgrau ist damit einer wiedereröffnete Baustelle.

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Dieser Rückschlag wird dann erstmal mit einer entspannenden Session Hellblau gefeiert.

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2013-06-16 – nicht abgeschlossen

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Lange Zeit stand dieses Projekt in der Ecke und wurde nicht weiter angetastet. Aber es war halt begonnen und nicht abgeschlossen und nicht abgebrochen und irgendwann wurde es mir zuviel. Ich musste das doch wieder mal weitermachen.

Dabei ist mir auch relativ schnell wieder eingefallen, warum ich dieses Projekt so hasse. Sicherlich hat sich der Künstler etwas dabei gedacht, als er die Farben in dieser Konstellation ausgewählt und zusammengelegt hat. Ganz sicher hat er aber nicht an die Leute gedacht, die das Bild hinterher zusammenpixel müssen. Stellenweise habe ich das Gefühl, dass man nicht nach Vorlage, sondern nach Foto der Vorlage mit optimalen Lichtverhältnissen arbeiten sollte. Ich hatte ja schonmal versucht, die Vorlage einzuscannen und dann ein Pixelbild daraus zu erzeugen – oder durch einen Computer berechnen zu lassen, welche Kreuzungen zu welchen gegebenen Farben den geringsten Farbunterschied haben.

In dieser Sitzung wurde etwas „dunkelbraun“ auf den Stramin geworfen. Ich finde die Bezeichnung „die dunkelste der acht bräunlich/gräulichen Abstufungen zwischen hell und dunkel“ für die Farbe passender.

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Anschließend fand sich auch ein etwas hellerer Ton im Bild wieder.

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„Dunkel, aber nicht ganz dunkel“. Am ehesten sieht man das an den Ästen oben.

Im Übrigen hatte ich hierbei einen genialen Plan: Ich versuche, eine Pixelvorlage zu bekommen – allerdings nicht durch Fotographieren oder Abscannen, sondern durch Nachfrage beim Hersteller. Die werden irgendwann in der Druckphase mal ein elektronisches Dokument haben, mit dem dann ein leerer Stramin bedruckt wird. Mein Verdacht ist ja immer noch, dass der Stramin in verschiedenen Phasen mit den verschiedenen Farben bedruckt wird (und dabei so schief ist, dass ich hinterher diese Kreuzprobleme habe) – notfalls müsste sich daraus etwas herleiten lassen.

Im Karton war auch ein Hinweis, dass man sich bei Fragen an den Verbraucherservice Hofmann, Postfach 102244, 45768 Marl, wenden soll. Also habe ich mal einen Brief dorthin abgeschickt. Vielleicht wird dieses Projekt bald etwas einfacher..

2013-Juni-Anfang

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Irgendwann muss das mit der braunen Wolle doch mal ein Ende finden. Dieser Faden beendet zumindest den mittleren Bereich.

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Braun findet sich jetzt auch im Gesicht wieder – an dieser Stelle ist das wohl nicht mehr geheim zu halten, dass das ein Gesicht darstellt. Damit wirkt die Hautfarbe etwas dunkel und vielleicht auch etwas unnatürlich – aber ich muss mich halt an die Vorlage und meine Wollentscheidungen halten. Vielleicht wird die letzte Farbe da nochmal etwas ausgleichen.

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Der große Part ist weg. Es sind nur noch kleine Bereiche für Braun übrig – und auch nur noch wenig Wolle.

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Und weil es so schön knapp wird, schlägt mir das Schicksal noch einmal mit rein: Mittendrin fasert mir der Faden aus. Das ist normalerweise nicht Schlimm: Man fädelt den Restfaden ein und muss eventuell den stellenweise dünnen Faden mehrfach übersticken – Das ist kein Weltuntergang. Ich bin mir sicher, dass man im Bild gar nicht sehen kann, wo das geschehen ist (natürlich sieht die Rückseite an solchen Stellen abenteuerlicher aus).

Allerdings heißt ein gerissener Faden auch einen gewissen Wollverlust: Man hat wieder Anfang und Ende (muss eine gewisse Menge ungenutzt auf der Rückseite festziehen) und ein Doppel- oder Dreifach-Sticken frisst auch etwas Wolle auf. Wenn man ohnehin den letzten Rest des letzten Fadens in der Hand hat und hofft, damit die letzten Bereiche decken zu können, ist ein Ausfasern dann ein *argh*-Moment.

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Aber: Es hat gepasst. Ziemlich exakt zum Ende des Fadens war dann auch der letzte Braunpixel bestickt.

Und – ganz unter uns – im schlimmsten Falle hätte ich bestimmt noch einen Rest gehabt, der „ähnlich genug“ aussieht. Den Unterschied hätte nie jemand bemerkt.

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Ich wollte die Ecke unten rechts erstmal stärker füllen. Dafür bot sich Frau an. Allerdings kann ich damit erstmal etwas weiter links anfangen (das klingt widersprüchlich: Wenn man rechts arbeiten will, muss man links anfangen).

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Natürlich ist weiter rechts wieder stark darauf zu achten, dass man sehr genau zählt – schließlich baut man die Konturen, an denen sich spätere Sitzungen orientieren müssen. Will jemand raten, wie oft ich in dem Bereich glaubte, durcheinander gekommen zu sein?

2013-Mai

Die ersten Maiwochen wurde nicht gepixelt. Die Pause kann ich aber gut rechtfertigen. Da das Bild eh schon zwei Jahre im Aufbau ist, kann es sicher auch verkraften, wenn etwas anderes einmal mehr Priorität hat.

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Nach der Pause ging das erstmal wieder eher langweilig weiter. Es ist wieder ein Faden Braun gewandert.

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Ein Weiterer fängt wieder mit mehr Konturen an.

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Ein brauner Faden schlängelt sich vorsichtig nach rechts.

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Ein weiterer brauner Faden besucht einen in letzter Zeit etwas vernachlässigten Bereich des Motives und füllt dort die letzten Freiräume aus.

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Wo ich schonmal in der Mitte bin, kann ich hier auch komplett loslegen. Inzwischen bin ich sogar „sehr zuversichtlich“, dass der braune Faden ausreicht.

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Der vierte Faden dieses Abends startet weit rechts und arbeitet sich dann in die Mitte vor.

2013-April

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Der Restposten „Braun“ ist an der Reihe, ausführlich verstickt zu werden. Hier habe ich deutlich mehr Reste – aber auch hier wüsste ich lieber früher als später, wann es knapp wird und wie weit ich damit komme.

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Ein weiterer Faden setzt an und darf sehr weit fallen. Somit habe ich die Ecke links unten auch deutlich „fertig“ und fülliger als bisher. Solche Ecken sind es, die ienem immer wieder vors Auge führen, wie sich das Bild insgesamt anfühlen wird – wenn es denn fertig ist. Solche Ecken sind ein Ansporn, weiter zu machen!

Allerdings nicht mehr heute.

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Braun, Linksunten, Konturen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
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Weiterhin Braun. Die Restbestände sollen aufgebraucht werden. Möglicherweise reichen sie sogar komplett aus – aber ich will mich da nicht wieder verschätzen. Beim Teilbereich unten links bin ich mir aber recht sicher, dass dieser mit den aktuellen Restvorräten zu schaffen ist. Dieses Mal wurde auch etwas mehr „in der Mitte der Ecke“ gearbeitet. Hier geht es natürlich wieder um Orientierung in einem bisher leeren Bereich und natürlich habe ich auch prompt an einer Stelle gepatzt. Glücklicherweise war das recht einfach und schnell zu korrigieren.

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Ein weiterer Schwung Braun schafft es abwärts und gibt einiges an Konturen vor.

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Der zweite Schwung Braun in dieser Session dient dann wieder eher zur Füllung etwas weiter links.

20130327 – nach zwei Jahren

Für diese Session hatte ich mir vorgenommen, endlich die letzten Reste „Dunkelgrau“ aufzubrauchen – damit ich dann bald mit dem neuen Dunkelgrau anfangen konnte. Eine vorherige Zählung ergab, dass ich noch vier Fäden hatte.

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Abermals wanderte eine Reihe nach unten und wechselte zwischendrin auf die linke Seite, weil das sinnvoller schien.

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Der nächste Faden ging dann stark in die Horizontale. Hier gab es noch große Bereiche zu füllen. Ich wollte sicher sei, dass ich den linkten Teil der Bildes in Sachen Dunkelgrau fertig hatte, bevor mir die alte Wolle dafür ausging. Leider reichte Faden Zwei dafür nicht mehr ganz aus.

Außerdem war zwischendrin etwas anderes komisch. Es versteckte sich ein Fehler in Schwarz.

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Hier ist der Fehler jetzt „korrigiert“ – zwei schwarze Stiche waren falsch und mussten zurückgezogen werden. Da das alles so gut verbaut war, musste die Schere ran – und somit wurde sicherheitshalber auch etwas mehr rauszugezupft. Eine Seite zeigte sich da sehr robust. Hier sind also keine Probleme zu erwarten.

Mit Faden Drei in Dunkelgrau konnte dann allerdings die linke Seite abgeschlossen werden. Hier waren keine Konflikte mehr zu erwarten. Allerdings war noch ein guter Teil von Faden Drei übrig.

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Mit diesem Restanbteil konnte ich dann weiter rechts (btw. in der Mitte) vervollständigen. Ganz reichte das aber dann doch nicht: Ich musste auch den letzten Faden nutzen.

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Zwei Stiche! Um zwei Stiche habe ich mich verschätzt. Zunächst wollte ich mit dieser Dunkelgrau-Wolle nur noch die Struktur in der Mitte fertig machen – um sie von dem nächsten Dunkelgrauton unterscheiden zu können. Es klang wie einr guter Plan: In der Vorlage haben die Bereiche die gleiche Farbe, im Stickbild sind sie dann doch leicht unterschiedlich.

Ich war mit dem Mittelteil fertig und haderte, ob ich nicht auch noch rechts an Dunkelblau entlang hangeln sollte. Der Restfaden sah nicht „ganz knapp“ aber eben auch nicht „gang viel zuviel“ aus. Ich hab angehalten, überliegt, wieviel auf der Rückseite zurück geht (also quasi Verlust ist), um wieviel sich die Wolle noch ein wenig dehnt…

Und schließlich dachte ich mir „Just go for it“ und fing an. Zunächst sah es gut aus und ich wollte sogar großzügig noch etwas Puffer nach rechts schaffen. Dann wurde es knapper und mein Plan änderte sich auf „nur die Zwischenräume – so dass es rund aussieht“. Dann wurde es wirklich knapp und die Wollte zog sich fast aus der Nadel. Das war dann der Punkt, um aufzugeben. Bis auf zwei Stiche hat es gereicht! Das war aber kein Anlass, zurückzubauen. Ich muss halt hoffen, dass das mit dem nächsten Gunkelgrauton nicht zu böse heraussticht.

Ein Blick aufs Datum – tatsächlich war der erste Stich vor zwei Jahren. Ist das Grund genug, mal wieder Bilanz zu ziehen?

  • Das Bild ist fern von fertig. Einer meiner Kollegen schätzt, dass das immerhin schon mehr als die Hälfte aller Stiche hat. Ein anderer meint, dass das eher im Bereich von einem Drittel liegt. Ich selbst glaube sogar, dass „ein Viertel“ eher passt – oder sogar noch großzügig ist. Allerdings sieht man ja an einigen Wollstellen, wieviel Wert ich meinen Schätzungen beischätzen sollte.
    So oder so: Es gibt noch genug zu tun.
  • Die Fehelr werden weniger, die Techniken leicht ausgereifter. Es gibt einige Wege auf der Rückseite, die ich gerne vermeide (komplett waagerecht oder komplett senkrecht für maht als ein Loch; Diagonalen, die in beiden Richtungen mehr als eine Reihe überspringen, direkt Rückkopie, direkter Vorwärtssprung). Gerade in komplizierteren Bereichen muss man schon etwas vorplanten, um auf solche „unschöne“ Wege verzichten zu können.
    So wie auch ein Schachspieler im Laufe der Zeit lernt, mehr Züge vorauszuplanen, hilft auch beim Sticken die Erfahrung.
    Inzwischen glaube ich sogar, dass die Planung einer guten Wollroute NP-vollständig ist – aber kann man über sowas Abschlussarbeiten schreiben?
  • Ich glaube, inzwischen habe ich für jede vorkommende (noch nicht vollendete) Farbe auch ein Wollknäuel. Das heißt, dass sich die „teilweise noch Planung“-Phase nur etwas zwei Jahre in der Projekt hinein erstreckt hat. In Zukunft will ich auch mit Restwolle sehr viel vorsichtiger sein – man weiß nie, bis zu welcher Stelle sie reicht. Das heißt nicht, dass ich Restvorräte niemals aufbrauche – aber vielleicht sollte ich sie eher für kleinere Projekte nutzen.
  • Möglicherweise gibt es eine Krise von anderer Seite: Es könnte sein, dass sich der Stramin etwas verzieht. Mir ist das schon bei den bisher vollendeten Gobelins aufgefallen: Am Ende waren sie ein wenig schief und ich hatte so meine Probleme, die halbwegs gerade in ihre Rahmen zu bekommen (Vielleicht sieht man das auf den Bildern). Ich vermute, das hat damit zu tun, dass man die Wolle doch stellenweise unterschiedlich fest zieht – und eben auch, dass einige Wege auf der Rückseite doch eher den Stramin zusammenziehen als andere. Hat man solche Züge auf einer Seite häufiger als auf der anderen, so kann das später auf der Seite auch etwas enger werden. Das ist zumindest mein Verdacht.
    Was kann man dagegen tun? Ich hatte gehofft, dass das irgendwie mit dem billigen Material (Stramin) aus den bisherigen Sets zu tun hat und der extra über eBay bestellte besser wäre, so dass das Problem nicht auftauchen würde – oder sich das allein durch die große Menge der Pixel wieder ausgleicht. Offenbar ist das etwas naiv. Jetzt haben mich die Kollegen aber darauf aufmerksam gemacht, dass das doch etwas verzogen aussieht. Ich werde da also etwas mehr drauf achten müssen. Vielleicht gibt sich das wirklich noch und hat jetzt eher mit dem Unterschied „bestickter Bereich“ vs „unbestickter Bereich“ zu tun. Vielleicht muss ich in Zukunft das ganze Bild immer auf etwas aufspannen, wenn ich es alleine lasse.
    Für den feinen Kreuzstich hatte ich mir mal so einen Ring gekauft, der den Stramin angeblich gleichmäßig spannen soll (ist in den Bildern zu Projekt 1 und 7 zu sehen). Ich weiß aber nicht, wie gut der mit Gobelin-Stramin funktioniert. An einigen Stellen käme ich wohl nicht drumherum, auch Wolle einzuklemmen – das möchte ich aber eigentlich nicht. Ich vermeide ja schon, das Motiv an Stellen zu falten, an denen sich schon Wollte befindet – Einklemmen kann da bestimmt nicht gut sein.

Im Vergleich zum Foto vom letzten Jahr hat sich das Projekt deutlich weiterentwickelt – das schafft Hoffnung. Auf der anderen Seite ist das aber auch erschreckend zu sehen, dass einige Bereiche schon seit mehr als einem Jahr keine neue Wolle gesehen haben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine Prioritäten in dem Bild sehr schnell ändern.

Als nächstes werde ich erstmal meinen guten Vorsatz von weiter oben ignorieren und in der nächsten Session wieder mit Rest anfangen.

Auf ins dritte Jahr!

20130316 – einfach mal wieder Lust

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Nachdem ich die Tage soviel die Fotos mit den Bildern in der Hand hatte, wollte ich auch hier mal wieder ein paar Pixel weitermachen. Technisch gesehen sind das meiste erstmal nur „Halbpixel“ – die Rückrichtung fehlt noch.